Wenn ein Angehöriger plötzlich nicht mehr alleine zurechtkommt, zählt jede Stunde. Hier die wichtigsten Schritte aus pflegefachlicher Sicht.
In den nächsten 24 Stunden
Sturzursachen – die häufigsten 5 (pflegefachlich)
- Medikamente – Blutdrucksenker, Schlafmittel, Beruhigung: lass die Liste vom Hausarzt prüfen
- Kreislauf / Dehydration – bei älteren Menschen oft unbemerkt. Trinkmenge dokumentieren
- Sehverschlechterung – wann war die letzte Augenuntersuchung?
- Harnwegsinfekt – kann bei Älteren zu Verwirrtheit und Sturz führen, ohne klassische Symptome
- Stolperfallen – Teppichkanten, Schwellen, Schuhe ohne Halt
Hausarzt-Termin: Was Sie mitnehmen sollten
- Aktuelle Medikamentenliste (alle, auch frei verkäufliche)
- Notizen: Wann gestürzt, was hat die Person davor gemacht, getrunken/gegessen?
- Bisherige Diagnosen, Arztbriefe der letzten 6 Monate
- Liste der täglichen Aktivitäten, die nicht mehr klappen (für Pflegegrad-Begründung)
- Frage: “Ist ein Hausnotruf medizinisch indiziert?” (auf Rezept = Kasse zahlt)
Wohnung sturzsicher – die 5-Minuten-Runde
- Lose Teppiche entfernen oder rutschfest unterkleben
- Kabel auf dem Boden bündeln und an die Wand
- Nachttischlampe muss vom Bett aus erreichbar sein
- Bad: Anti-Rutsch-Matte in Dusche/Wanne, Haltegriff (kann auf Rezept!)
- Treppen: Handlauf auf beiden Seiten? Stufenkanten markieren
Sofort erreichbar
Notfall 112 Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 compass Pflegeberatung 0800 101 88 00
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